Neue Perspektiven mit dem 3D Printer

51rYLfPIBrL.jpgEin 3D Drucker kann fast alles drucken, was gewünscht wird, vom Flugzeugbauteile bis hin zu Kinofiguren ist alles möglich. In der Industrie werden die Drucker schon seit einiger Zeit genutzt, nun sind sie auch für einen Ottonormalverbraucher zu bezahlen und der Verkauf boomt zurzeit.

Bei den 3D Druckern gibt es aber Unterschiede, denn nicht alle Materialien eignen sich dafür. Hingegen alle leisten das gleiche, denn sie bauen dreidimensionale Objekte und das gelingt, indem dünne Schichten übereinander gedruckt und dann verfestigt werden.

Arbeiten mit heißen Düsen

Mit einem 3D Printer lassen sich dank dem Fused Deposition Modeling, kurz FDM, Materialien verarbeiten, die sich durch Erhitzen gut formen lassen. Darunter fallen Modellierwachs, Kunststoffe wie zum Beispiel ABS oder PLA und man glaubt es kaum, auch Schokolade lässt sich bestens verarbeiten.

Das alles gelingt durch eine einzige Düse, die allerdings ziemlichheiß wird, die ehemals festen Stoffe werden beim Durchdrücken erhitzt und kommen als ganz dünner, feiner Faden wieder heraus. Damit wird dann das gewünschte Objekt geformt. Ist eine Schicht soweit erkaltet, beginnt der Drucker die Nächste zu formen. So kommt Lage für Lage ein 3D Objekt zustande.

Es gibt auch 3D Drucker die als Rohmaterial Pulver verarbeiten können. Jede einzelne Schicht wird mit einem kleinen Hauch davon gebildet und geht ein Druckkopf darüber wird diese Schicht ebenfalls verfestigt. Diese Drucker können sogar harte Materialien wie beispielsweise Metalle, Stahl und Titan verarbeiten.

Die Anwendungsgebiete

War es bis vor Kurzem noch der Industrie vorbehalten diese Drucker zu nutzen, kann heute auch der Privatmann damit glänzen und Teile für den Hausgebrauch drucken. Dabei ist es egal, ob es sich um Teile für den Modellbau handelt oder um Steckdosenabdeckungen.

Es ist auch möglich, Spielzeug für die Kleinen zu drucken, vorausgesetzt es wird auf das Copyright geachtet. Für die Medizin ist ein 3D Drucker der große Durchbruch, denn auch Prothesen können so gefertigt werden.

Die Technik leistet immer mehr und auch die Drucker werden immer günstiger, sodass sie sich bald jeder leisten kann. Es gibt aber auch Risiken, denn schon im letzten Jahr tauchten im Netz Anleitungen auf, wie Waffen mit einem 3D Drucker hergestellt werden können. Damit das nicht aus dem Ruder läuft, wurden Schutz Mechanismen eingebaut, damit keine funktionstüchtigen Waffen mehr mittels eines Druckers hergestellt werden können.

Vor einem Kauf Testberichte studieren

Auch wenn die Preise der 3D Drucker schon gesunken sind, müssen immer noch einige hundert, wenn nicht sogar tausende Euros hingeblättert werden. Darum ist es wichtig, dass vor einem Kauf Erkundigungen eingezogen werden. Testberichte im Internet machen es möglich und die sollten im Vorfeld auch genau gelesen werden.

Auf den ersten drei Plätzen tummeln sich 3D Drucker von den Herstellern Conrad, Ultimakert und MakerBot, der Letztere schlägt allerdings dann auch mit rund 3.200 Euro zu Buche. Es ist darauf zu achten, wie sich die Druckqualität verhält, wie die Ergonomie aussieht und auch die Ausstattung sollte gut sein.

Je weiter die Preise für die Drucker sinken, desto mehr werden sie auch das Leben verändern, es gibt jetzt schon Dateien die kostenlos herunter geladen werden können, um Möbel zu drucken, und das ganz nach den eigenen Vorstellungen.

Fast alles ist möglich

Ob ein Geschenk zum nächsten Geburtstag der Freundin oder ein fehlendes Ersatzteil für den PKW, schon jetzt gibt es kaum Grenzen. Es muss dem Drucker nur mitgeteilt werden, was benötigt wird. Handwerker brauchen nicht mehr länger auf bestellte Teile zu warten und auch der verschwundene Knopf der Stereoanlage kann in Nullkommanichts nachgebaut werden.

Der Drucker braucht nur eine Bauanleitung, die vorher auf einer SD-Karte abgespeichert oder aus dem Internet geladen wurde und nach dem Vorheizen kann es bereits losgehen. Allerdings ist auch eine spezielle Software nötig, damit auch der Drucker eine feine Linienführung leisten kann. Je nach Hersteller oder Software kann so ein Gerät mit Windows, Mac OS oder Linux arbeiten.

Bevor jetzt zu einem Kauf geschritten wird, sollte die Überlegung stehen, was der Drucker ausdrucken soll. Die Anwendungsgebiete sind so vielfältig und sie gehen von einem Hobbynutzer bis zum Einsatz in der Industrie. Sogar im Dental Labor wird mittlerweile der 3D Drucker gern und oft genutzt.

Die privaten Anwender benutzen die Technologie um ihre Modelleisenbahn zu vervollständigen oder Spielfiguren aus Fantasy Filmen ausdrucken zu können. Es gibt die Drucker schon ab einem Betrag von ca. 400 Euro, diese sind in der Regel aber veraltet. Wer sich einen neuen 3D Drucker kaufen möchte, muss ziemlich tief in die Tasche greifen, denn für die neueste Technologie werden Beträge zwischen 4.000 und 6.000 Euro fällig.

Wer momentan die teuren Drucker nutzt, sind Designer, Architekten, Künstler und Ingenieure um jeweils einen Prototypen herstellen zu können. Mit einem Drucker der 3D Generation können am heimischen Schreibtisch natürlich nicht solche Mengen gedruckt werden, wie sie in der Industrie benötigt werden.

Für den ganz normalen Verbraucher sind die Drucker eine Möglichkeit sich lange Wege zu einem Baumarkt oder zu einem Discounter zu ersparen, denn auch die Lieferzeit fällt dabei weg. Jeder der ein bestimmtes Bauteil braucht, ist heute in der Lage einen 3D Drucker zu nutzen. Auch das dazu noch benötigte Material kann gekauft oder online bestellt werden, sodass sogar Teile in verschiedenen Farben ausgedruckt werden können.

Allerdings gibt es kaum einen Drucker, der mehr als eine Farbe pro Arbeitsschritt verarbeiten kann. Daran wird aber schon gearbeitet, denn jeder weiß, Technologie erfindet sich immer wieder neu.

Die innovative Technik für Beruf und Hobby

3D Drucker haben allerlei Vorzüge und die Unterschiede finden sich im Antriebssystem, der Kapazität des Speichers und im Betriebssystem. Die gedruckten Modelle lassen sich mittlerweile auch in verschiedenen Größen drucken und einige der Drucker können sogar ohne einen PC Anschluss betrieben werden.

Wer sich ein solches Gerät zulegen möchte, aber noch keine Erfahrung damit hat, sollte auf einige Dinge achten. Der 3D Drucker sollte eine einfache Bedienung aufweisen und die nötige Software sollte bereits vorinstalliert sein. Er sollte sofort starten können und einen geschlossenen Arbeitsbereich haben. Dieser Punkt ist wichtig, denn dabei geht es um Sicherheit- Lärm- sowie auch dem Staubschutz. Diese Drucker sind bereits ab einem Preis von rund 1000 Euro zu haben.